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SHIVA Produktfamilie

Häufige Fragen

Gießwasser ansetzen, EC- und pH-Wert messen, Dosierung, Anwendung der Produkte – alles, was du wissen musst

Das SHIVA Master Pack ist ein für den Cannabisanbau entwickeltes Nährstoffpaket. Informiere dich vor der Anwendung über die in deinem Land geltenden Gesetze.
Kategorie:
Das SHIVA Beutelsystem

Der SHIVA Beutel ist ein vordosierter kleiner Beutel mit genau 1 Dosis Pflanzennährstoff für 5 Liter Gießwasser. Kein Abwiegen, kein Rechnen – einfach öffnen und ins Wasser geben.

  • Fülle die Gießkanne mit ca. 1 Liter Wasser
  • Öffne den SHIVA Beutel und gib den Inhalt ins Wasser
  • Umrühren und auf 5 Liter auffüllen
  • Miss den pH-Wert und korrigiere ihn bei Bedarf
  • Gieße deine Pflanzen
1 SHIVA Beutel = 5 Liter perfektes Gießwasser. Kein Beutel geht verloren, denn er enthält genau so viel wie nötig.

1 SHIVA Beutel = 5 Liter Gießwasser. Für wie viele Pflanzen das reicht, lässt sich nicht mit einer Zahl sagen: In den einzelnen Entwicklungsphasen wird unterschiedlich viel Gießwasser gebraucht, und mit dem Wachstum der Pflanze steigt auch ihr Wasser- und Nährstoffbedarf.

Halte deshalb immer das Verhältnis ein: 1 Beutel auf 5 Liter Wasser. Die Gießmenge passt du dem aktuellen Bedarf der Pflanze an.

In der unbeschädigten, ungeöffneten Originalverpackung an einem gut belüfteten, kühlen und trockenen Ort, vor direkter Sonne und Hitze geschützt, ist das Produkt ab dem auf der Verpackung angegebenen Herstellungsdatum 2 Jahre haltbar. Das mikronisierte Pulver eignet sich ideal für eine lange Lagerung.

Nach dem Öffnen sofort verwenden! Angesetzte Nährlösung ist max. 24 Stunden haltbar, danach beginnt der chemische Abbau und die Wirksamkeit lässt nach.
Gießwasser ansetzen

Die richtige Mischreihenfolge ist entscheidend, um Ausfällungen und Nährstoffverluste zu vermeiden:

  • SHIVA pH Down – zuerst den pH-Wert einstellen (falls nötig)
  • NPK-Dünger – Boost / Grow / Bloom / Finisher
  • SHIVA AMINO+ – nach dem NPK-Dünger zugeben
  • Auf 5 Liter auffüllen – und gut umrühren
  • pH-Kontrolle – den pH-Wert NACH dem Ansetzen messen!
SHIVA Cal+ darf NIEMALS mit dem NPK-Dünger in dieselbe Gießkanne! Die Reaktion Ca²⁺ + PO₄³⁻ bildet einen weißen Niederschlag, der die Wurzeln verstopft. Gib Cal+ immer in einem separaten Gießdurchgang, 30 Minuten nach dem NPK-Dünger.

Du kannst jedes saubere Wasser verwenden, solltest aber die Eigenschaften deiner Quelle kennen:

WasserartTypischer pH-WertTypischer EC-WertHinweis
Leitungswasser (hart)7,0–8,00,3–0,8 mS/cmAm häufigsten – pH-Korrektur nötig
Regenwasser5,5–6,50,0–0,1 mS/cmSehr gut – kaum Vorbereitung nötig
Destilliertes / Osmosewasser5,5–6,50,0Perfekt, aber teuer
Quellwasser / Mineralwasserunterschiedlich0,2–0,6 mS/cmMineralgehalt prüfen
Liegt der pH-Wert der fertigen Nährlösung über 6,5, gib 0,5 g SHIVA pH Down auf 5 Liter dazu, miss erneut und wiederhole das bei Bedarf.

Die Gießmenge sollte sich nach der Topf- bzw. Beetgröße und dem Wassergehalt des Bodens richten. Als Faustregel gilt: Die Gießmenge sollte etwa 15–20 % des Topfvolumens betragen.

Das Drainwasser (die unten aus dem Topf laufende Flüssigkeit) sollte idealerweise 10–20 % betragen. Läuft nichts ab, war es zu wenig. Läuft viel mehr ab, hast du zu viel gegossen.

Kontrolle: 30 Minuten nach dem Gießen den Finger in die Erde stecken – sind die oberen 2–3 cm feucht, hat es gereicht. Ist sie trocken, nachgießen.

EC-Messung – elektrische Leitfähigkeit

Der EC-Wert (Electrical Conductivity – elektrische Leitfähigkeit) zeigt die Gesamtkonzentration der im Gießwasser gelösten Mineral- und Nährstoffe an. Einheit: mS/cm (Millisiemens pro Zentimeter).

Je höher der EC-Wert, desto mehr Nährstoffe enthält das Wasser – ein zu hoher EC-Wert verursacht aber „Verbrennungen“ an den Wurzeln (osmotischer Stress).

EC-WertBedeutungWas tun
0,0–0,4 mS/cmSehr niedrig / reines WasserDüngung empfohlen
0,4–1,2 mS/cmNiedrig – frühe PhaseBereich für Sämlinge / junge Pflanzen
1,2–2,0 mS/cmOptimal – WachstumWachstums- und Blütephase
2,0–2,8 mS/cmHoch – für erfahrene GrowerRegelmäßige Kontrolle nötig
über 2,8 mS/cmGefährlichSofort mit Wasser verdünnen!
Für Einsteiger wird der Bereich 0,8–1,6 mS/cm empfohlen. Das SHIVA Beutelsystem erhöht den EC-Wert von 5 Liter Ausgangswasser um ca. 0,4–0,8 mS/cm – ein sicherer Bereich.
  • Kalibriere das Messgerät – für die meisten EC-Messgeräte gibt es eine Kalibrierlösung (meist 1,41 mS/cm)
  • Reinige das Messgerät mit destilliertem Wasser
  • Tauche die Elektroden ins Gießwasser (mindestens 2–3 cm tief)
  • Warte, bis sich der Wert stabilisiert (5–10 Sekunden)
  • Lies den Wert ab und vergleiche ihn mit dem Zielwert
  • Nach dem Messen mit klarem Wasser abspülen und trocken lagern
Wichtig: Miss auch den Ausgangs-EC deines Leitungswassers und RECHNE ihn zum EC-Wert der Nährstoffe DAZU! Hat das Leitungswasser 0,5 mS/cm und du willst 1,0 mS/cm, dann gib nur Nährstoffe für 0,5 mS/cm dazu.

Der EC-Wert des Drainwassers (der unten aus dem Topf tropfenden Flüssigkeit) zeigt, wie viel Nährstoff die Pflanze aufgenommen hat, und ob sich Salze im Boden anreichern.

Drain-EC im Vergleich zum Gießwasser-ECBedeutungWas tun
Niedriger (z. B. 0,4 vs. 1,2 mS/cm)Die Pflanze nimmt die Nährstoffe gut aufWie gewohnt weiterdüngen
Etwa gleichNormal, im GleichgewichtNichts zu tun
Höher als der zugeführte ECSalzanreicherung im Wurzelbereich1–2 Gießgänge mit klarem Wasser spülen
pH-Wert messen und einstellen
AnbauOptimaler pH-WertHinweis
SHIVA Master Pack – Cannabis6,0–7,0Ziel: 6,2–6,8
Warum wichtig? Der pH-Wert bestimmt, wie viel die Pflanze von den einzelnen Nährstoffen aufnehmen kann. Bei falschem pH-Wert treten selbst bei reichlicher Düngung Mangelerscheinungen auf.

Miss den pH-Wert immer NACH dem Ansetzen! Die Nährstoffe verändern den pH-Wert des Wassers – misst du vorher, ist der Wert nicht aussagekräftig.

  • Setze die Nährlösung an (Beutel → umrühren → auf 5 Liter auffüllen)
  • Warte, bis die Lösung gleichmäßig ist (nach 30–60 Sek. Rühren)
  • Miss den pH-Wert in der fertigen Lösung
  • Gib bei Bedarf SHIVA pH Down dazu und miss erneut
  • Gieße die Pflanzen

Regelmäßiges Kalibrieren ist für genaue Messungen unerlässlich. Günstige pH-Stifte wöchentlich, genauere Messgeräte monatlich kalibrieren.

  • Bereite die Kalibrierpuffer vor (meist pH 7,0 und pH 4,0)
  • Tauche die Sonde in den pH-7,0-Puffer – stelle das Gerät auf 7,0 ein
  • Mit destilliertem Wasser abspülen, dann in den pH-4,0-Puffer tauchen – prüfen
  • Abspülen und in der eigentlichen Lösung messen
Lagere die pH-Elektrode immer feucht (in Aufbewahrungslösung oder pH-7-Puffer)! Eine ausgetrocknete Elektrode wird beschädigt und misst ungenau.
  • Gib alle Nährstoffe und Zusätze ins Gießwasser
  • Miss den pH-Wert mit einem pH-Messgerät
  • Liegt der Wert über 6,5, gib 0,5 g SHIVA pH Down auf 5 Liter Gießwasser dazu
  • Miss erneut und wiederhole die Schritte bei Bedarf, bis der gewünschte pH-Wert erreicht ist
Citronensäure reagiert etwas langsam – warte 1–2 Minuten, bevor du erneut misst.
Düngeprogramm
WocheNPK-Dünger (auf 5 Liter)Amino+Cal+ (separat)
Woche 1Boost 2,5 g––
Woche 2Grow 5 g––
Woche 3Grow 5 g4 g1 g
Woche 4Boost 5 g4 g1 g
Woche 5–10Bloom 6 g4 g1 g
Woche 11Finisher 3,5 g4 g1 g
Woche 12Finisher 3,5 g––
Woche 13–14Spülen – nur klares Wasser––
Cal+ immer separat, 30 Minuten nach dem NPK-Dünger. pH Down: 0,5 g / 5 Liter in Woche 1–11, wenn der pH-Wert über 6,5 liegt. Spülen (Flush): nach dem Finisher, in Woche 13–14 nur klares Wasser.

Das SHIVA-Programm gibt die Anzahl der Gießgänge pro Woche vor: in Woche 1 einmal, in Woche 2–12 zweimal pro Woche mit Nährlösung. Brauchen die Pflanzen dazwischen mehr Wasser, gib nur pH-eingestelltes Wasser.

PhaseZiel-EC (mS/cm)
Sämling (1–2 Wochen)0,4–0,8
Wachstumsphase1,2–1,8
Blütebeginn1,6–2,0
Hauptblüte1,8–2,2
Finisher1,0–1,4
Flush<0,5

Ein Nutrient Burn (Nährstoffbrand) entsteht, wenn der EC-Wert zu hoch ist: Die Salzkonzentration übersteigt das, was die Pflanze aufnehmen kann, die Blattspitzen werden braun und rollen sich ein.

Vorbeugung:

  • Miss nach dem Ansetzen immer den EC-Wert
  • Sorge für 10–20 % Drainwasser (Run-off)
Bei Anzeichen von Nährstoffbrand: Substrat zweimal mit klarem Wasser durchspülen, dann mit dem Programm weitermachen.

Prüfe immer zuerst den pH-Wert – die meisten scheinbaren Mängel sind in Wahrheit eine durch den pH-Wert blockierte Nährstoffaufnahme. Wenn der pH-Wert stimmt:

  • N-Mangel (untere Blätter vergilben): Prüfe, ob die Pflanze die Dosis laut Programm bekommt (z. B. Grow 5 g / 5 Liter)
  • Fe/Mg-Mangel (junge Blätter vergilben): pH-Wert auf 6,0–6,2 senken + Amino+
  • P-Mangel (rötlich-violette Blätter): pH-Wert über 6,2 anheben
  • Ca-Mangel (junge Blätter verformen sich): Cal+ in einem separaten Gießgang

Der Flush (Spülen) ist die letzte Phase von 1–2 Wochen vor der Ernte, in der die Pflanzen nur klares Wasser bekommen. Ziel ist es, die im Boden bzw. Substrat angereicherten Salze auszuwaschen.

Im SHIVA Cannabis-Programm in Woche 13–14.

Ende des Flush: Der EC-Wert des Drainwassers nähert sich dem des Gießwassers. Dann hat die Pflanze die gespeicherten Salze „verbraucht“ und die Ernte hat optimale Qualität.
Die Produktfamilie im Überblick

Das SHIVA Master Pack ist ein komplettes Cannabis-Nährstoffsystem für den gesamten 14-wöchigen Anbauzyklus in Substrat. Das Paket enthält 210 Beutel und ein Düngeschema:

ProduktZusammensetzungWann (Woche)
SHIVA BoostNPK 24-6-12Woche 1 (2,5 g) und Woche 4 (5 g)
SHIVA GrowNPK 12-6-30Woche 2–3
SHIVA BloomNPK 16-36-12Woche 5–10
SHIVA FinisherNK 3-52Woche 11–12
SHIVA Amino+N 9,1 % + 55 % L-AminosäurenWoche 3–11
SHIVA Cal+80 % Calciumcarbonat + 12 % MagnesiumcarbonatWoche 3–11, in einem separaten Gießgang
SHIVA pH DownCitronensäure E330 99,5 %Woche 1–11, wenn der pH-Wert über 6,5 liegt
SHIVA Surface CleanerOberflächenreinigungsmittelnach Bedarf

Mikronisiertes Pulver hat gegenüber Flüssigdüngern viele Vorteile:

  • Länger haltbar, verdirbt nicht
  • Einfache Lagerung und Transport
  • Genaue Dosierung – keine Messfehler
  • Weniger belastende Zusatzstoffe
  • Löst sich vollständig in Wasser, verstopft keine Tropfsysteme

Das SHIVA Master Pack eignet sich für folgende Substrate:

  • Erde / Blumenerde
  • Kokos (Kokosfasern)
  • Perlite-Kokos-Mischung
pH-Zielwerte: Erde 6,2–6,8 · Kokos 5,8–6,2

Bei der Chelatisierung werden Metallionen (Fe, Mn, Zn, Cu) von organischen Molekülen umschlossen und so vor dem Ausfällen geschützt. Das Ergebnis:

  • Sie bleiben in einem breiteren pH-Bereich verfügbar
  • Die Wurzeln können sie direkt aufnehmen
  • Sie reagieren nicht mit Phosphat und fallen nicht aus
SHIVA Boost, Grow, Bloom und Finisher enthalten mit EDTA chelatisierte Spurenelemente (Grow und Bloom zusätzlich EDDHA-Eisen); der chelatisierte Anteil ist zwischen pH 3 und pH 9 stabil.
Shiva Grow

Im SHIVA-Programm folgt Grow in Woche 2–3, nach dem Boost in Woche 1.

Grunddosierung: 5 g / 5 Liter Wasser (1 g/L). Miss nach dem Ansetzen immer den EC-Wert – Zielbereich in der Wachstumsphase: 1,2–1,8 mS/cm.

  1. Fülle die Gießkanne mit ca. 1 Liter Wasser
  2. Gib SHIVA pH Down dazu (falls nötig)
  3. Gib 5 g SHIVA Grow dazu
  4. In Woche 3 zusätzlich 4 g SHIVA Amino+ dazugeben
  5. Unter ständigem Rühren auf 5 Liter auffüllen
  6. Prüfe pH-Wert (Ziel: 6,2–6,8 Erde; 5,8–6,2 Kokos) und EC-Wert
  7. Gießen; ab Woche 3 folgt nach 30 Minuten Cal+ in einem separaten Gießgang

Eine leichte Trübung ist normal und verschwindet beim Rühren. Bildet sich ein weißer Niederschlag, der sich nicht auflöst, prüfe:

  • ob du Cal+ in dieselbe Gießkanne gegeben hast – das verursacht einen Calciumphosphat-Niederschlag
  • ob der pH-Wert des Wassers zu hoch ist (über 8,5 fällt Calciumcarbonat aus)
Nährlösung mit weißem Bodensatz NICHT auf die Pflanzen gießen – Gießkanne ausspülen und frisch ansetzen.

Das Verhältnis 12-6-30 ist ideal für die Wachstumsphase:

  • N (12): kräftige, grüne Blätter und schnelle Stängelentwicklung
  • P (6): unterstützt die Wurzelentwicklung
  • K (30): stärkt die Zellwände, erhöht die Widerstandskraft gegen Krankheiten

Ja. SHIVA Grow enthält zugesetztes EDDHA-Eisen; der chelatisierte Anteil ist zwischen pH 3 und pH 9 stabil. Das ist besonders bei kalkhaltigem Leitungswasser wichtig.

Shiva Bloom

Im SHIVA-Programm startet Bloom in Woche 5 (nach dem Boost in Woche 4) und läuft bis Woche 10. Bei photoperiodischen Sorten die Lichtphase von 18/6 auf 12/12 umstellen.

In der Blütephase steckt die Pflanze ihre Energie in die Blütenbildung:

  • Phosphor (P): Hauptbestandteil der Energieübertragung (ATP) – unverzichtbar für die Blütenbildung
  • Kalium (K): reguliert die Spaltöffnungen, festigt die Blüten

Der niedrigere N-Gehalt verhindert ein „Zurückfallen“ in die Wachstumsphase (Re-Vegging).

Nein. SHIVA Bloom enthält chelatisierte Spurenelemente und zugesetztes EDDHA-Eisen. Calcium und Magnesium liefert SHIVA Cal+ (80 % Calciumcarbonat + 12 % Magnesiumcarbonat) in Woche 3–11, 30 Minuten nach dem NPK-Dünger, aus einer separaten Gießkanne.

Wenn die Blüte langsam ist oder die Blüten locker bleiben:

  • Prüfe den EC-Wert – Ziel in der Blüte: 1,6–2,2 mS/cm
  • Miss den pH-Wert – unter 6,2 wird die P-Aufnahme gehemmt
  • Prüfe, ob die Pflanze die Dosis laut Programm bekommt (Bloom 6 g / 5 Liter)

Trocken, kühl und in geschlossener Verpackung. Direkte Sonne und Feuchtigkeit vermeiden – das Pulver ist hygroskopisch (zieht Feuchtigkeit an), was zu Klumpen, aber nicht zu Wirkungsverlust führt. Klumpen einfach zerdrücken und weiterverwenden.

Shiva Boost

Sie sind für unterschiedliche Phasen gedacht:

ProduktNPKZweck
SHIVA Bloom16-36-12Nährlösung für die Blüte, Woche 5–10
SHIVA Boost24-6-12Stickstoffreiche Startlösung: Woche 1 (2,5 g) und Woche 4 (5 g)

Boost ist eine stickstoffreiche Nährlösung für die frühe Entwicklung: in Woche 1 für die Wurzelbildung, in Woche 4 zum Abschluss der Phase vor der Blüte. Die Blütephase übernimmt Bloom.

Ja, SHIVA Boost 2,5g enthält Mykorrhiza; sie wird bei der Keimung und Bewurzelung angewendet – nicht in der Blütephase.

Ja, SHIVA Boost ist mit biologischen Bodenpräparaten kompatibel. Wichtig:

  • Lebende Bakterien nicht in die Nährlösung geben – immer separat eingießen oder auf trockenes Substrat streuen
  • Ein hoher EC-Wert (über 2,0) kann die mikrobielle Aktivität verringern
  • Im SHIVA-Programm kommt Boost nur in Woche 1 (2,5 g) und Woche 4 (5 g) vor
  • In der Blüte (Woche 5–10) und in der Reifephase (Woche 11–12) nicht mehr verwenden

Ja. Amino+ und Boost dürfen in dieselbe Gießkanne – sie reagieren nicht miteinander und bilden keinen Niederschlag. Im Programm kommen sie in Woche 4 zusammen in die Kanne.

Shiva Amino+

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine – normalerweise bildet die Pflanze sie selbst aus Stickstoff, was Energie kostet. Fertig zugeführte L-Aminosäuren:

  • sind sofort verfügbar, ohne Energie für ihre Synthese
  • chelatisieren Spurenelemente und verbessern deren Aufnahme
  • regen Enzymaktivität und Chlorophyllbildung an
  • erhöhen die Stresstoleranz (Hitze, Trockenheit, chemischer Stress)

SHIVA Amino+ enthält einen L-Aminosäurekomplex, darunter:

  • Glutaminsäure: N-Transport, Chlorophyllsynthese
  • Prolin: Stresstoleranz, osmotischer Schutz
  • Glycin: Chelatbildung, Spurenelementtransport
  • Alanin: schnelle N-Quelle, Energiestoffwechsel
  • Lysin, Threonin: Proteinsynthese, Zellerneuerung

Bei Stress (Hitze, pH-Schwankungen, Umtopfen, Nährstoffmangel) sinken die Energiereserven der Pflanze. Amino+ wirkt in dieser Situation so:

  • Als direkte N-Quelle ersetzt es den energieaufwendigen Nitratreduktions-Stoffwechsel
  • Prolin ist ein Osmoprotektor – es schützt die Zellmembranen vor dem Austrocknen
  • Regt die Wurzelregeneration nach dem Umtopfen an

Die Produkte haben völlig unterschiedliche Funktionen:

  • Amino+: organischer Stickstoff und freie L-Aminosäuren – Nährstoffversorgung und Biostimulation, Stresstoleranz, bessere Aufnahme von Spurenelementen
  • Boost: stickstoffreicher NPK-Dünger (24-6-12) für die frühe Entwicklung

Im Programm kommen sie in Woche 4 zusammen in die Kanne.

Ja. Im Verhältnis 4 g / 5 Liter gelöst, kann Amino+ auch auf die Blätter gesprüht werden. Am besten 30–60 Minuten vor dem Ausschalten des Lichts, damit die Blätter vor der Dunkelphase abtrocknen.

Ja. Das SHIVA Master Pack enthält 210 Beutel (Boost, Grow, Bloom, Finisher, Cal+, Amino+, pH Down, Surface Cleaner) und ein Düngeschema – für das komplette 14-Wochen-Programm.

Der L-Aminosäurekomplex von SHIVA AMINO+ wirkt biostimulierend – er steigert die Nährstoffaufnahme, erhöht die Stresstoleranz und verbessert den Ertrag. Anwendbar:

  • zusammen mit NPK-Düngern
  • nach Stress (Pflanzen, Umtopfen, Hitzewelle, Wassermangel)
  • während der Blüte zur Ertragssteigerung
  • in der Phase der Wurzelentwicklung (nach dem Start)
Amino+ kann bedenkenlos zusammen mit dem NPK-Dünger gegeben werden – es fällt nichts aus. Im Cannabis-Programm kommt es in Woche 3–11 vor.
Shiva Finisher

Im SHIVA-Programm folgt Finisher in Woche 11–12, nach Bloom; danach wird in Woche 13–14 gespült (nur klares Wasser).

Viel Kalium (K) in der Abschlussphase:

  • unterstützt die Terpenoidsynthese
  • festigt und verdichtet die Blüten
  • verbessert die Gewebefestigkeit, verringert die Anfälligkeit für Schimmel
  • unterstützt den natürlichen Reifeprozess der Pflanze

Nach dem Finisher folgt der Flush (Spülen) – 1–2 Wochen nur mit klarem, pH-eingestelltem Wasser gießen. Ziel ist es, die im Boden angereicherten Salze auszuwaschen.

Das Ende des Spülens zeigt sich, wenn der EC-Wert des Drainwassers dem des Gießwassers nahekommt.

In Woche 11 kommt zum Finisher noch Amino+ (und in einem separaten Gießgang Cal+), in Woche 12 nur noch Finisher. Bloom und Boost gehören dann nicht mehr in die Kanne.

Anwendung der Produkte

Zwischen dem Calcium von SHIVA Cal+ (80 % Calciumcarbonat + 12 % Magnesiumcarbonat) und dem Phosphatanteil der NPK-Dünger kommt es zu einer chemischen Reaktion:

Ca²⁺ + PO₄³⁻ → Ca₃(PO₄)₂ ↓ (weißer Niederschlag)

Dieser Calciumphosphat-Niederschlag verstopft Tropfer und Wurzelporen und verringert dauerhaft die Phosphoraufnahme.

SHIVA Cal+ darf niemals zusammen mit NPK-Dünger in die Kanne! Gib es immer 30 Minuten nach dem NPK-Gießgang, in separatem Wasser gelöst.
Gießen

Wie oft gegossen wird, hängt vom Substrat, der Topfgröße und der Entwicklung der Pflanze ab. Grundregel: Gieße, wenn sich die Oberfläche trocken anfühlt, darunter aber noch leicht feucht ist.

  • Erde: meist alle 2–3 Tage
  • Kokos: täglich oder alle zwei Tage

Faustregel: 10–20 % des Topfvolumens pro Gießgang, dabei immer 10–20 % Drainwasser anstreben. Beispiel: 10-Liter-Topf → 1–2 Liter Wasser pro Gießgang.

Gieße 1–2 Stunden nach dem Einschalten der Lampe – das ahmt den natürlichen Tagesrhythmus nach. In den ersten Stunden des Tages nimmt die Pflanze am meisten Wasser auf. Abends bzw. in der Dunkelphase nicht gießen, damit im Wurzelbereich keine überschüssige Feuchtigkeit bleibt.

SymptomWahrscheinliche Ursache
Schlaffe Blätter am MorgenZu viel gegossen – Sauerstoffmangel an den Wurzeln
Schlaffe Blätter am NachmittagZu wenig gegossen – Topf zu trocken
Gelbe untere BlätterDauerhaft zu viel gegossen + Wurzelfäule
Trockene, braune BlattspitzenZu wenig gegossen oder EC-Wert zu hoch

10–20 % Drainwasser (Run-off) sorgen dafür, dass:

  • sich keine Salze im Wurzelbereich anreichern
  • das gesamte Substrat gleichmäßig durchfeuchtet wird
  • der EC-Wert des Run-offs den Zustand des Wurzelbereichs zeigt (ist er höher als der des Gießwassers, reichern sich Salze an)
Blütendichte

Die Blütendichte (Bud Density) wird vor allem von der Genetik bestimmt, das SHIVA System holt aber das Maximum heraus:

  • Bloom: viel P und K in der Blütephase, für feste Blüten
  • Finisher: viel K in der Reifephase, erhöht die Kompaktheit der Blüten
  • Amino+: Aminosäuren regen Enzymaktivität und Terpenoidsynthese an
ParameterWachstumsphaseBlüte
Temperatur22–28 °C18–26 °C
Luftfeuchtigkeit (RH)50–70 %40–50 %
CO₂-Gehalt400–700 ppm700–1200 ppm
Licht (PPFD)400–600 µmol600–900 µmol

Neben den Nährstoffen ist Licht der wichtigste Faktor. Der PPFD-Wert (µmol/m²/s) hängt direkt mit der Blühleistung zusammen. Unter 600 µmol werden die Blüten locker und strecken sich. Das SHIVA Nährstoffsystem ist auf 600–900 µmol Lichtintensität abgestimmt.

Achte bei LED-Lampen auf das volle Spektrum – Rot (660 nm) und Dunkelrot (730 nm) sind für die Blüte entscheidend.

Eine CO₂-Zugabe lohnt sich nur, wenn:

  • die Lichtintensität 900+ µmol PPFD erreicht
  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit optimal sind (26–30 °C, 50–60 % RH)
  • Düngung und Bewässerung bereits optimiert sind
In einer normalen Growbox erreichst du mit dem SHIVA System auch ohne CO₂ hervorragende Ergebnisse – CO₂ bringt nur in einer bereits optimalen Umgebung wirklich etwas.
Fehlerbehebung

Ein weißer Niederschlag entsteht fast ausschließlich, wenn Cal+ mit anderen Nährstoffen gemischt wurde (Calciumphosphat-Reaktion) oder wenn der pH-Wert sehr hoch ist (über 8,5) – dann fällt Calciumcarbonat aus.

Verwende keine Lösung mit Niederschlag! Er verstopft die Wurzeln und kann das Tropfsystem beschädigen. Gießkanne ausspülen und frische Lösung ansetzen.

Vorbeugung: Halte die Mischreihenfolge ein (pH Down → NPK → Amino+) und gib Cal+ immer separat.

SymptomWahrscheinliche UrsacheLösung
Ältere Blätter vergilben (von unten nach oben)Stickstoffmangel (N)Dosis laut Programm prüfen (SHIVA Grow 5 g / 5 Liter)
Junge Blätter vergilben (von oben nach unten)Eisen- oder MagnesiummangelpH-Kontrolle (6,0–6,8) + Amino+
Braune Blattränder / verbranntes AussehenVersalzung / Überdosierung1–2 Gießgänge mit klarem Wasser spülen
Rötlich-violette BlattfarbePhosphormangel (niedriger pH-Wert oder Kälte)pH-Wert über 6,2 anheben, Temperatur erhöhen
Allgemein blasse Farbe, langsames WachstumLichtmangel oder niedrige TemperaturLicht und Temperatur prüfen

Bleibt das Gießwasser zu 100 % im Boden (kein Drainwasser), bedeutet das meist:

  • Der Boden war sehr trocken und hat alles aufgesogen (beim ersten Gießen in Ordnung)
  • Es wurde zu wenig gegossen
  • Der Boden ist verdichtet und leitet das Wasser schlecht
Idealerweise laufen immer 10–20 % des Gießwassers ab – das zeigt, dass sich die Nährstoffe gleichmäßig im Wurzelbereich verteilt haben und sich keine Salze anreichern.

Theoretisch möglich, aber aus folgenden Gründen nicht empfohlen:

  • Das SHIVA System beruht auf aufeinander abgestimmten NPK-Verhältnissen – andere Produkte können das Gleichgewicht stören
  • Zwischen manchen Nährstoffen kann es zu chemischen Reaktionen kommen (Ausfällungen)
  • EC- und pH-Werte werden unberechenbar
Wenn du trotzdem kombinierst, teste immer zuerst im Kleinen (an 1 Pflanze) und führe Zusätze schrittweise ein. SHIVA Amino+ ist in der Regel auch mit anderen Nährstoffsystemen kompatibel.

Ja. Das SHIVA System wurde bewusst so entwickelt, dass es auch für Einsteiger sicher ist. Das mikronisierte Pulver und die vorab abgewogenen Dosen schließen Messfehler aus.

Es ermöglicht eine genaue Dosierung, ist leicht zu lagern, braucht kein Messgerät, hat eine stabile Zusammensetzung und ist auch für kleine Growboxen ideal.

Nicht empfohlen. SHIVA Produkte funktionieren als abgestimmtes System. Gemischt mit anderen Düngern können EC/TDS aus dem Gleichgewicht geraten und die Wirksamkeit sinken.

Ja, sie können in Erde und in Kokos verwendet werden.

Ja. Am Ende des Zyklus empfiehlt sich eine reduzierte Nährlösung (SHIVA Finisher), danach in den letzten zwei Wochen klares Wasser.

Ja. Die mikronisierten Pulver lösen sich vollständig auf und verstopfen keine Tropfsysteme.

Lichtlecks

Photoperiodische Cannabissorten erkennen die Jahreszeit an der ununterbrochenen 12-stündigen Dunkelphase. Fällt Licht in die Dunkelphase:

  • Die Pflanze hält es „irrtümlich“ für Tag – sie kann in die Wachstumsphase zurückfallen
  • Es kann zu Zwittrigkeit kommen (männliche Blütenteile an der weiblichen Pflanze)
  • Die Vorblüte (Pre-Flower) wird gestört
Bei empfindlichen Sorten reicht schon ein Lichtstrahl von 1–2 Sekunden, um den Blühzyklus zu stören!

Die zuverlässigste Methode:

  1. Warte auf die Dunkelphase
  2. Schalte alle Raum- und Flurlichter aus
  3. Bleib 5 Minuten vor der Box stehen – bis sich deine Augen angepasst haben
  4. Suche nach kleinen Lichtspalten an Verschlüssen, Lüfteröffnungen und Kabeldurchführungen
Dichte die Spalten mit schwarzem Klebeband oder Dichtungsband ab.

Der Grenzwert ist je nach Sorte unterschiedlich, allgemein gilt:

  • Sicher: völlige Dunkelheit (0 Lux)
  • Riskant: 1–5 Lux (schwaches Nachtlicht)
  • Gefährlich: 5+ Lux (sichtbare Lichtquelle)

Zum Vergleich: Ein Vollmond liefert ca. 0,1–0,3 Lux, eine LED-Kontrollleuchte aus 1–3 Metern ca. 0,5–2 Lux.

Gerät die Pflanze durch Lichtlecks aus dem Rhythmus:

  • gemischte Blüte- und Wachstumsmerkmale (Foxtailing, wieder auftretende einfingrige Blätter)
  • Zwittrigkeit – männliche Blütenteile („Bananen“) erscheinen
  • lockerere Blüten von geringerer Qualität
Wenn du Zwittrigkeit bemerkst, entferne die männlichen Blüten sofort mit einer Pinzette, sonst kommt es zur Bestäubung – und die Ernte enthält Samen.